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Advent in den Höfen... auf historischem Pflaster unterwegs

Die Adventszeit hat sehr viel zu bieten. Mitteldeutschland braucht sich da wahrlich nicht verstecken. Am Fuße des Harzes öffnet eine Welterbestadt Quedlinburg regelmäßig ihre schönsten Innenhöfe an den ersten drei Adventswochenenden. Zusätzlich zum schönen Weihnachtsmarkt zeigen die Quedlinburger ihre eigene Weihnachtswelt.

Ich bin begeistert von dem einmaligen Flair der alten Fachwerkhäuser und den liebevoll gestalteten Höfen. Jeder der über zwanzig Höfe ist für sich ein kleines Unikat. Der Hof 5 lässt „Die Feuerzangenbowle“ wiederaufleben. In Frack und Zylinder wird die Bowle a la Heinz Rühmann gebraut und kredenzt.

 

Im Hof 7 wird ein kubanisches Fest gefeiert mit lateinamerikanischen Rhythmen und Zigarre.

In fast allen Höfen kann man traditionelle, kunsthandwerkliche Produkte und kulinarische Köstlichkeiten erwerben, natürlich alles selbst gemacht. Das machen auch die Höfe aus: die Individualität und Freundlichkeit der Quedlinburger und seiner Gäste.

Highlight für mich ist der Hof 14: Apothekenhof. Aegroti salus suprema lex – Das Wohl des Patienten ist höchstes Gesetz.

Den Bratapfelglühwein, auch mit Äthanol, gibt es selbstverständlich rezeptfrei, wie auch den gezündelten Absinth und den Bombardino. Alles zum Wohl der Patienten! 

Viel Spaß hatten wir mit den Piepmätzen und dem Team von Vegefeuer. Falls jemand noch eine schöne Geschenkidee braucht, sollte dort auf jeden Fall mal vorbeischauen.

Auf dem historischen Markt vor der Kulisse der liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser lassen wir natürlich den Weihnachtsmarkt nicht aus. Alles was das vorweihnachtliche Herz begehrt gibt es in Überfluss und verwöhnt vor allem den Gaumen. Meine Empfehlung ist der Eierlikörpunsch mit einer dezenten Sahnehaube (Scherz).

 

Mit etwas Flexibilität und Elastizität der Nerven und einem preisgünstigen Sachsenticket haben wir zum ersten Mal die Adventsstadt Quedlinburg mittels der Deutschen Bahn bereist, was vor allem in Hinblick auf das einsetzende Schneetreiben nicht die schlechteste Wahl war. Zumindest war es für alle Beteiligte die entspannteste Art zu reisen aber ein wirklicher Fan der DB werde ich wohl nie werden.

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