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Tintotini...oder doch eher ein Gin-Cocktail

Ist aber am Ende dasselbe.

Nicht das jemand auf die Idee kommt, ich mache bei dem ganzen Gin-Hype mit. Ich habe keine Sammlung von teuren Gins zu Hause und verfüge demnach auch nicht über eine Glasvitrine, die diese dann zur Schau stellt. Ich kann auch jetzt keine fachsimpelei über diverse Gins beginnen, welcher Tonic am besten zu welchem Gin passt. Aber hin und wieder bin ich doch neugierig und probierfreudig und schnarche im Internet oder dem Facebook in diversen Gruppen nach neuen Kreationen rum.

Und so bin ich auf dieses Rezept gestoßen.

Die Basis bildet der Tinto - ein portugiesischer Gin. Gin ist auch die Basis für den Dry Martini, welcher nichts mit der italienischen Firma MARTINI zu tun hat, die für den Vermouth bekannt ist. Aber das jetzt nur am Rande.

Der Tinto hat auch nichts mit dem Sloe Gin Likör gemein, was sich jetzt mancher bei der Farbe denkt. Er erhält seine Aromen von sorgfältig ausgesuchten Botanicals wie natürlich Wacholder, Salbei, Katzenminze, Dill, Mohn, Lavendel, Rosmarin, Holunderblüte, Birkenblätter und wildwachsende Brombeeren, von denen er auch seine Farbe erhält.  Aber auch Schalen von  Zitrusfrüchten und Zitronenbalsam sowie die St. Robert Pflanze und Eukalyptus gesellen sich dazu. 

Aber Schluss mit der Ginkunde.

Die anderen Zutaten haben es auch in sich. 

Benötigt werden ein trockener Vermouth und ein trockener Tawny Portwein. Die Zutaten, die ich verwendet habe, sind nur ein Vorschlag, die Geschmäcker sind verschieden.

Über die Wahl des Nolly Prat bin ich sehr glücklich.  Der von Joseph Noilly und Claudius Prat hergestellte Vermouth besteht aus Weißweinen der Rebsorten Clairette und Picpoul de Pinet. Der trockene Vermouth bildet eine hervorragende Basis für Gin Cocktails wie den Dry Martini. Er sollte in keiner Bar fehlen. 

In Sachen Portwein bin ich ebenfalls kein Experte. Der GRAHAM'S Fine Tawny Port ist angenehm trocken, leicht und feinfruchtig, so dass er leicht gekühlt zu Desserts auch pur genossen werden kann.  

Der Tintotini:

  • 4 cl Tinto
  • 2,5 cl weißen Vermouth
  • 1,5 cl trockenen Tawny Portwein
  • 2 Dashes Orange Bitters, wer mag, kann auch Angostura Bitter probieren
  • eine Orangenzeste

Die Zubereitung erfolgt wie bei einem Martini. Die flüssigen Zutaten werden in einem mit Eis gefüllten Tumbler gegeben und circa eine Minute gerührt. Ich habe den Inhalt anschließend in die vorgekühlte Coupette über einen Eiswürfel abgeseiht.

Garniert wird mit der Orangenzeste.

Nun heißt es genießen. 

Der Aperitif hat es in sich, nicht nur vom Alkoholgehalt. Aber wenn man die ganzen Zutaten zusammen betrachtet, ist es ein Feuerwerk von Aromen. Von fruchtig bis spritzig, leicht bitter und dennoch mild vom Tawny ist er sehr harmonisch und etwas speziell. Halt was besonderes.

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